Category Archives: Discovered

The latest treasures we’ve dug out …

Warbly Jets: Neuer Song, Album & Tour

Wer in letzter Zeit einen Mangel an guter Rockmusik in seinem Leben verspürt, sollte sich den Namen dieser neuen Band aus Los Angeles merken: Warbly Jets haben gerade mit Shapeshifter die vierte Vorab-Single aus ihrem kommenden Debütalbum veröffentlicht, und auch diese kann mit den ebenso rotzigen wie melodiösen Vorgängertracks 4th Coming Bomb, The Lowdown und Alive mühelos mithalten. Brooklyn Vegan verglich Warbly Jets bereits mit den frühen Primal Scream und Dandy Warhols. Mit ungetrübter Lässigkeit, Verspieltheit und Spot-On-Songwriting erfindet das Quartett zwar nicht gerade das Rad neu, aber Spaß macht das Ganze auf jeden Fall und ist eine willkommene Erfrischung in der zur Zeit sehr gitarrenarmen Musikszene.

Das Debütalbum Warbly Jets erscheint am 20. Oktober. Zuvor spielt die Band diesen Monat zwei Konzerte in Deutschland:

29.09.2017 – Berlin – Privatclub w/ Amazons
30.09.2017 – Dortmund – Way Back When Festival

Fotocredit: Moni Haworth

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Record Roulette (1): Flamingods – Majesty

Willkommen zu einer neuen Kategorie, die ich schon lange einführen wollte: Record Roulette! Wie beim Russischen Roulette weiß man nicht, was einen erwartet, denn beim Record Roulette werden Platten gehört, über die wir nichts oder fast nichts wissen. Ein Flohmarktfund, ein unerwartetes Geschenk, eine Entdeckung in der elterlichen Plattensammlung – wie in Forrest Gumps berühmter Schachtel Pralinen wissen wir nicht, was wir kriegen. Ohne mehr Infos, als die Platte selbst hergibt, legen wir sie auf und schreiben darüber, was wir hören.

Anlass zur Eröffnung dieser lang geplanten Kategorie war ein Geburtstagsgeschenk, überreicht mit den Worten “Ich habe nach Cover gekauft”. Ehrlich, gibt es eine schönere Art, Musik zu entdecken, als sich das künstlerisch ansprechendste Album-Artwork auszusuchen? Ich glaube nicht! Besagtes Albumcover ziert die Platte Majesty von Flamingods, einer Gruppe, von der ich bis dato noch nie gehört hatte. Laut eines Stickers mit Vice-Zitat macht diese “psychedelic music for the soul”. Dekoriert ist die Platte mit einer Collage aus verfremdeten Fotos und Zeichnungen: ein bunter Wald aus Blüten, Ranken und Bäumen schlängelt sich um eine Art Pavillon, in der zwei junge Menschen in bunten Trachten mit auffälligen Kopfbedeckungen sitzen bzw. stehen. In einem ovalen Rahmen zu ihrer Linken ist ein Gebäude mit spitz zulaufendem Dach zu sehen. Die untere Häfte des Bildes ziert ein großer weißer “flamingods”-Schriftzug, darüber klein der Albumtitel ‘Majesty’. Erschienen ist das Album 2016, wie die Rückseite verrät, die im selben Stil wie das Frontcover gestaltet ist und in der Mitte zwei weiße Türen mit großen Fenstern zeigt, hinter denen unten und oben Kerzen in der Dunkelheit brennen.

Die Songtitel wirken homogen, Jungle Birds und Majestic Fruit passen zum Pflanzenwald des Artworks, Gojira, Rhama und Sarangi klingen indisch und sind ebenfalls mit der Optik stimmig. Zieht man den Pappschuber mit der Platte heraus, erfährt man auch die Namen der Beteiligten, inklusive Fotos der Bandmitglieder: Kamal Rasool, Charles Prest, Sam Rowe, Karthik Poduval und Craig Doporto sind ebenso ethnisch vielfältig wie die Namen suggerieren. Produziert wurde das Album übrigens in London, was ein Hinweis auf den Wohnort der Gruppe sein dürfte (aber nicht sein muss). Außerdem findet sich ein längeres Zitat, das ich des Umfangs wegen nicht abtippen werde, von einem Evan Crankshaw, das in sehr poetischen Worten dazu auffordert, das ‘Exotische’ nicht durch Reisen in ferne Länder zu suchen, sondern stattdessen “mit den Ohren von anderen zu hören” und so seinen Verstand zu erweitern. Sehr psychedelisch eben – und noch immer konsistent mit dem Thema des Artworks. So etwas mag ich ja. Ich bin also extrem gespannt, was es nun zu hören gibt.

Die Musik setzt irgendwie plötzlich ein, aber das kann auch meinem Plattenspieler zuzuschreiben sein. Eine raue, aber nicht tiefe Leadstimme, begleitet von einer höheren Backgroundstimme, die kurz darauf den Leadvocal übernimmt, singt zu prickelnder, fließender Psychedelia, die tatsächlich etwas im weitesten Sinne “nicht-westliches” an sich hat – das wird spätestens dann hörbar als hoch jaulende Streicher einsetzen, aber auch das leichtfüßig-melancholische passt irgendwie zu dem Ambiente, welches das Cover vorgegeben hat.

Der erste Track Majesty ist schnell vorbei, der nächste, Jungle Birds ist schnell, überlaufend vor Eindrücken, der Gesang ist ruhig, während sich im Hintergrund die Musik überschlägt – es gelingt der Band hier wirklich, u.a. durch den Einsatz von Flöten, einen Eindruck von Dschungel heraufzubeschwören. Die Musik ist wild, unübersichtlich und anziehend.

Und auch dieser Titel ist im Handumdrehen wieder vorbei, und Taboo Groves setzt ein. Er ähnelt dem Vorgänger – es gibt Gesang, doch es dominieren eher die Instrumentalpassagen. Hier passiert immer noch viel, doch es wirkt nicht mehr so chaotisch, vielleicht haben sich meine Ohren auch daran gewöhnt. Die Stimme wird immer von einem oder mehreren Backgroundsängern begleitet; überragend ist der Gesang nicht, die Stimme hat zwar etwas ungewöhnliches, leicht quäkiges, aber sie steht klar im Hintergrund im Vergleich zur restlichen Musik. Der Offbeat wird effektiv eingesetzt, um gemeinsam mit ausladenden Akustikgitarrensoli eine mühe- und schwerelose Atmosphäre zu evozieren.

Auch dieser Track ist kurz, es folgt Majestic Fruit, mit einem sanften, an plätschernde Wasserfälle erinnerndem Intro voll eingestreuter Effekte, die einem immer noch das Gefühl geben, durch einen üppigen Dschungel zu stromern. Auch hier werden unübliche Instrumente eingesetzt, um das in dem Zitat auf der Rückseite angesprochene “Exotische” heraufzubeschwören. Wie “exotisch” das für die Bandmitglieder mit ihrem jeweiligen kulturellen Hintergrund nun wiederum ist, wäre eine andere interessante Frage. Die Musik schwillt langsam an, es wird darübergemurmelt, doch nicht richtig gesungen, die Stimme wird zum Instrument, anstatt sich hervorzutun. Weiterhin sind Flöten, Rasseln, Trommeln zu hören, und als würde ein Feuer erlischen, ist auch dieser Song urplötzlich zu Ende.

Mit Anya kommt nun der letzte Song der ersten Seite. Auch dieser setzt ruhig ein, im Hintergrund hört man Stimmen, die von einer Aufnahme zu kommen scheinen und offenbar nicht Englisch sprechen, doch es ist schwer zu sagen. Dann kommen Gesänge, die an Naturvölker denken lassen, bevor der übliche englischsprachige Gesang einsetzt. Auch dieser Track gleich sich musikalisch den Vorgängern an, er ist aber sehr gediegen, episch, mehr Struktur und weniger Chaos. Die Percussions lassen mich an den Genre-Begriff “tropical” denken. Das leichtfüßige Plätschern des Beats steht im Gegensatz zu der dominanten gedehnten und schwermütigen Streichermelodie. Immer mehr Layer legen sich übereinander, zwei Melodien spielen nun gegeneinander an. Nun erinnert das Ganze an das Unwort “Weltmusik”, was ich nicht wertend in Bezug auf die Musik meine, das Wort habe ich nur mangels eines besseren Einfalls eingeworfen; es sind jedenfalls kaum mehr westliche Einflüsse zu hören. Die Musik schrumpft zusammen, die Sprachaufnahmen übertrumpfen sie und verschwinden schließlich im Rauschen; die erste Seite ist vorbei.

Seite Zwei beginnt wild, fröhlich; wieder regiert das Chaos. Unter der dominanten Melodie werden parallel noch mehrere andere gespielt. Dann bricht das Ganze weg, um den Beat in den Vordergrund zu stellen, doch kurz darauf geht es wie gehabt weiter. Gojira scheint ein Instrumental zu sein, bei dem die Gitarren zum Jaulen gebracht werden. Dieser Track ist wohl der bisher psychedelischste, mit jeder Menge altbekannter Effektpedale, und sehr starken Drums, denen manchmal fast alleine die Bühne überlassen wird. Sie schwellen rauschhaft an, irgendwann hört man Rufe, die Gitarren setzen wieder ein, das Ganze wirkt jetzt eher wie eine Jagd durch den Dschungel auf LSD. Immer wieder ertönen Soundeffekte, die an den Schrei eines Vogels o.ä. denken lassen – die dichte Atmosphäre bleibt. Dann tröpfelt der Song aus – auch dieser kürzer als im Genre üblich.

Rhama folgt als nächstes. Die Gitarren brummen tief, lassen sich Zeit, hier wird man nicht mit Reizen überflutet. Auch der Gesang ist zurück, lässt sich in die Musik fallen. Bisher ist diese Seite deutlich klassischer psychedelisch als die andere, auch der getragen-eintönige Gesang, den man so schon oft bei Genrekollegen gehört hat. Bei der nächsten Instrumentalpassage werden die Klänge wieder höher und schriller, weg vom Altbekannten und wieder näher am Stilmix der ersten Seite. Diese Passage zieht sich hin, ich freue mich, als der Gesang wieder einsetzt. Er ist so verfremdet, dass er auf einer Ebene mit der Musik liegt und sich nicht in den Vordergrund spielt. Der Song scheint mir bisher der längste, doch auch er findet sein Outro, das wieder sehr dschungelhaft und verspielt klingt.

Sarangi setzt mit Trommeln ein, klingt wirklich am deutlichsten indisch von allen Tracks bisher – der englische Gesang wirkt fast deplatziert. Ohne ihn könnte man hier auch traditioneller Musik lauschen, so erscheint es mir als Laien auf diesem speziellen Gebiet. Nach einer Weile wird der Gesang sehr langsam, während im Hintergrund noch immer atemberaubend schnell getrommelt wird und allerlei Melodien durcheinander wirbeln. Hier wird eine gekonnte Hochzeit des psychedelischen Parts mit der traditionelleren indischen Musik gefeiert.

Eine Pause – ist dies möglicherweise der nächste, und letzte Track, Mountain Man? Ich vermute es, denn der musikalische Bruch ist deutlich zu hören. Dieser Song treibt nach vorne, erinnert mich auf einmal an traditionelle irische Musik – was auch ein legitimer Einfluss wäre, natürlich. Wieder verschwindet der Gesang beinahe im vielfältigen Gewirr der Musik, aber eine dominante Melodie ist klar zu erkennen. Den Dschungel höre ich jetzt nicht mehr, dafür grüne Felder und fließende Bäche, aber das mögen meine eigenen Assoziationen sein. Wobei Mountain Man, der Titel, den geografischen Wechsel schon andeutet, und die irischen Klänge bilde ich mir gewiss nicht ein – die Musik wird immer schneller und vermischt sich mit Rufen, wie man sie oft bei Volkstänzen hört. Ein überraschender Ausklang der Platte, der zum ersten Mal mit dem vorherrschenden Thema bricht. Der Gesang hört ebenfalls auf und überlässt uns ganz dem imaginären Volksfest. Nun hat auch dieser Track seine Längen, doch kaum ist das niedergetippt, verlangsamt er sich und bereitet sich auf das Ende vor, das in Form einen letzten langgezogenen Tons kommt.

Fazit? Erst einmal ist das eine unglaublich intensive Art Musik zu hören und auch zu rezensieren, die ich sicher nicht zum letzten Mal gemacht habe. Vor allem, da ich gerade nach neuer Inspiration lechze. Die Platte von Flamingods bietet auf jeden Fall interessante Genrebrüche, und ihre tiefe Verbundenheit zu östlichen Klängen wurzelt offensichtlich auch in der Herkunft der Bandmitglieder, es ist also kein musikalischer “Tourismus”. Eine Platte zum Nebenbeihören ist es nicht, dafür ist sie zu anstrengend; sie fordert Aufmerksamkeit. Vielleicht etwas zu chaotisch für meinen eigenen Geschmack, aber gleichzeitig bewundere ich ihre Fähigkeit, Konzentration herauszufordern, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und sich nicht mit Hintergrundgeplätscher zufriedenzugeben. Die größte Stärke ist aber auf jeden Fall das gekonnte Heraufbeschwören von Szenerien, Orten und Situationen, die beim Hören im Kopf entstehen, als würde man sie selbst erleben. Das geschieht gerade durch das Zurücknehmen von Vocals zugunsten von vielfältigen, oft gegeneinanderlaufenden Instrumenten und Melodien, den Einsatz von Soundeffekten und Verfremdungstechniken. Diese Platte sprudelt vor Leben und scheint sich in ihrer Kreativität keine Grenzen zu setzen. In meinen Augen ein gelungener, aber auch herausfordernder Ausritt aus dem Psychdelic-Genre.

Neue UK-Sounds: Our Girl & Morning Smoke

Das Brightoner Indie-Label Cannibal Hymns macht diesen Monat gleich doppelt von sich reden: Mit Sleeper von Our Girl und Soft Decay von Morning Smoke erscheinen am 18. Januar zwei Singles, bei denen Freunde der düster-verzerrten Gitarren aufhorchen werden.

Das Trio Our Girl um die vielbeschäftigte Frontfrau Soph Nathan hat sich erst 2014 gegründet und legt jetzt seine Debütsingle vor, die im Stil von Bands wie Wolf Alice zwischen hart und zart changiert. Grungige Gitarren und Nathans einschmeichelnde Stimme erzeugen einen entrückten und eingängigen Mix.

Bei Morning Smoke darf es dann ruhig noch eine Spur dreckiger werden: Der so genannte Noise Pop des Quartetts ist eindeutig mehr Noise als Pop. Wer auf Bands wie Drenge steht, dürfte sich hier wiederfinden. Klagende Vocals über dröhnenden Gitarren und peitschenden Drums – Teenage Angst in ihrer schönsten Form.

Upcoming album release: Rathborne – Soft

Luke Rathborne seems to be a man who enjoys the contradictory. “I get soft” he croaks on the title track of his new album, while a wall of distorted, grungy guitars rise around his snarly vocals. Soft (out 16 February), despite its title, is an unpolished piece of garage rock, refined with a bunch of pop melodies that can be hummed along to at the first listening. Tracks like What More and Wanna Be You (listen below) get stuck in your head immediately while the delicate Little Moment comes pretty close to radio-pop perfection. There is plenty of songwriting goodness to be found on the album, and with its up-beat, energetic attitude, Soft is a feel-good record with an edge.

Since moving from his native Maine to New York City to fully start his career, Luke Rathborne has won some famous fans, including Devandra Banhart and The Strokes’ Albert Hammond jr., who co-produced the new album. After his debut album After Dark, which he recorded at age 16, and an EP, Soft has got the potential to make Luke Rathborne the next garage rock prodigy.

Luke Rathborne plays in Germany supporting Guster on the following dates:

09.03. Hamburg, Prinzenbar
10.03. Berlin,  Privatclub
12.03. Cologne, Blue Shell
13.03. Frankfurt, Nachtleben
14.03. Munich, Orangehouse

Check back for our review of his Berlin gig to see whether Luke can make the audience “soft” as well…

New sounds from Scandinavia: Vanbot & Say Lou Lou

2015 has barely begun and already Sweden is showing that its supply of stunning female pop artists is far from running low. With new releases from acclaimed solo artist Vanbot and newcomer duo Say Lou Lou this month alone, all eyes are up north when it comes to finest electro pop.

Vanbot is the technical-sounding moniker of Ester Ideskog, who released her self-titled debut album in 2011. With her brand new single Trooper (out 06.02.) she shows off her talent of writing pop tunes that with a near-robotic precision will draw you to dancefloor and also keep you humming the tune long after it has faded. The stylish performance video for the track just came out yesterday:

SAY LOU LOU have caused quite a stir with hit singles such as the flowing, catchy Julian. Now the Swedish-Australian twin duo are about to release their first album, Lucid Dreaming (out 10.04.), to deliver us more of their electro-pop goodness. Before that, however, the sisters water our mouths with the sweet tune Nothing But A Heartbeat (out 16.02.), which can now be streamed on Soundcloud.

Live: Jamie T in Bristol (UK), 30.10.2014

It’s not often that you’ve planned a journey to another country to go to a concert and before you’ve booked your flights or accommodation, you get another tour thrown in your face. So there we are, preparing our trip to Cardiff, when Jamie T returns to the face of the earth. Where did he come from? Where did he go? And most important of all: will we ever know?

Jamie doesn’t come back alone, though. He brings a fresh new record, Carry On The Grudge, and goes touring in the UK and mainland Europe as if nothing had happened between his disappearance in 2010 and now.

And how convenient is it that Jamie T decides to kick off this very first tour in 4 years in Bristol on October 30, one day before we’re supposed to be in Cardiff that’s only one hour by train from the English city? Very, we decide.

I haven’t crossed that many country borders in a day (Germany-England-Wales-England-Wales) than I have on this Thursday going on Friday, but it was worth it. Every single second of it.

Now, the O2 Academy in Bristol is located in a side street from the busy centre, and as queue-friendly Germans, we were surprised to find only 20-30 people surrounding the entrance. And we even got cute food-themed business cards from the support act Slaves that promised us a free download of their single “Hey”.

While in most venues, you’d have a pretty big standing area on the ground and maybe a balcony, the O2 Academy will have none of that. You can maybe fit 15 rows of people in front of the pretty broad stage. All others will have to stand on the surrounding stairs that lead to the bar in the back or to a balcony.

That said, we still managed to have decent places at the barrier, so we could enjoy the show to the fullest. And we weren’t disappointed: having heard absolutely nothing from support act Slaves before (even though they’d played on Later With Jools Holland only weeks before), I had no expectations whatsoever. Did I expect to have two lads taking the stage that kind of looked like two chavs who were forced into formal wear? Not really. Did I expect them to blow me away with the most aggressive, yet energetic mix of pure English punk guitar shredding, easy-to-learn chants with a Kent accent and a stomping drum beat going straight to the heart? Definitely not at all. I don’t think I’ve ever been that entertained by a support act I’d known absolutely zero about before the gig. Laurie and Isaac didn’t only warm up the crowd, their garage punk basically heated everyone up so much that we needed to calm down again in the break between Slaves’ and Jamie T’s set. You really don’t need more than a guitar and half a drum kit to make amazing music. I’m not saying Isaac is any good at singing, but Eddie Argos isn’t either and Art Brut still managed to put out a lot of albums. That being said, the lyrics play into this a lot, too, of course. There’s songs that deal with the love-hate-relationship with the capital’s underground system (Cheer Up London), a horror story about not finding your date’s car in the middle of the night (Where Is Your Car, Debbie?), a lesson about not trusting flies because they might be government spies (Sugar Coated Bitter Truth) and a 15-second-yell about street fights in new shoes (Girl Fight).

In short: You will be severely entertained by these Kent boys in ill-fitting suits that write their Facebook updates in ALL CAPS. I wouldn’t have expected anything else from them, to be honest.

The Unlikely Lads: Slaves from Kent
The Unlikely Lads: Slaves from Kent (© S. Prahl)

Finally it was time for Jamie T to take the stage. It was the first night of a proper tour after four years for the singer-songwriter from Wimbledon and the crowd went wild when he went onstage after his new band mates.

He opened his set with the rather quiet and melodic Limits Lie which is also the opener song of his new album Carry On The Grudge. The next song was the first single of that album, Don’t You Find, which brought out massive sing-alongs from the crowd despite it being a slower song. With the third song, Operation, Jamie T fulfilled the audience’s not so secret wish for a song of his first albums and was rewarded with a jumping and singing crowd. The energy was very high throughout the whole set even though Jamie T played almost every song of his new album, all of which didn’t get as much interaction from the crowd as his old ones.

Jamie and his boys (© S. Prahl)
Jamie and his boys (© S. Prahl)

Towards the end of his 20 song long set, he shrugged off his denim jacket and spoiled his ever so enthusiastic fans with with a tight packet of his biggest hits, such as Emily’s Heart, British Intelligence, and If You Got The Money.

During the set the multi-instrumentalist switched briskly between electric and acoustic guitar, even bringing out the bass guitar for Back in the Game or simply rapping without an instrument on 386.

Talk to me about the lights (© S. Prahl)

The singer’s interactions with the crowd were limited but still there. His mumblings were not always understandable for the non native English speaker but that’s exactly what you expect from Jamie T. The longest talk he had with the audience was when he apologised for having a song with a Ukulele in it. But the fans didn’t care, as Spider’s Web was one of their favourites.

One of my personal favourites was The Prophet. The lyrics are very typical Jamie T, observing problems in our society but not being able to do something about it.

The last song before the encore was They Told Me It Rained, a rather anti-climatic ending to his hot and fast second part of his setlist. Nevertheless, it gave the crowd the chance to mobilise their last strengths for what was yet to come.

Boy with Guitar (© S. Prahl)
Boy with Guitar (© S. Prahl)

After a very short break Jamie and the boys and gal (thumbs up for the super awesome girl drummer!) entered the stage again and plunged right into Zombie. And when this song was followed by Jamie T’s indie dancefloor anthem Sticks’n’Stones, absolutely everyone in the O2 Academy was on their feet, jumping and singing long. It was definitely the highlight of the set. The only thing that left the crowd unsatisfied was the absence of Sheila in the setlist.

The thing with Jamie T’s music and live performance is, that he can do whatever the fuck he wants and it’s always fucking brilliant. Where else do you have a single lad on stage bursting out songs with his acoustic bass guitar in one song and then deliver one of the biggest indie dance floor anthems with his band in the next? While his older songs obviously got heavier responses, the new ones are definitely on their way to manifest themselves in the fans’ hearts and some of them are already there. Don’t You Find got a massive sing-along, which added up to the emotional feeling of this song and Zombie is so catchy it could become the next Sticks’ n’ Stones.

The best part of the concert, which completed the brilliant gig, was the fact that the man himself, Jamie T, was enjoying himself on stage.

It’s good to have you back, man.

 

 

Download Slaves’ single ‘HEY’ at http://youareallslaves.com/

Upcoming album release: Who’s Panda – Better Tell The Truth

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They’re Swiss, their band name has a cute animal in it – what’s not to love? But before you get misled by their band name or trendy hairdos – Who’s Panda actually aren’t just another vapid hipster band. Their upcoming second album ‘Better Tell The Truth’ is a solid rock record that will convince fans of Band of Horses and Kings of Leon alike. In fact, you could probably take both your dad and your girlfriend to their gig and they’d love it. Opening track “Undressed” even reminds one of Tame Impala with its dragged-out melancholy. ‘Learning From Mistakes’ is a picturebook festival anthem that captures the moment you walk from one stage to the other with a chilly breeze tousling your hair, you know, that moment when the rain has just stopped and the sun is breaking through and happy people in rain ponchos dance through the mud all around you. And they have plenty of those anthems, with choruses to belt out at the top of your lungs and lots of “aaaahs”. My personal favourite, “Other Side”, is perhaps the most ‘rock ‘n roll’ track of them all, a completely timeless song that makes good use of handclaps (you can always win me over with handclaps).
WhosPanda_Cover_LowResDuring the slower songs, the Kings of Leons references are at times almost painfully obvious, most notably on the brand new single ‘God Bless Them Pretty Women’. Fans of KoL should definitely check this one out. Another recommendation is title track ‘Better Tell The Truth’, which you can listen to below. It’s no surprise that this one has been released as a single as well, having all it takes for a real indie hit.
The album ends with 5-minute-track “Dreams” that throws some long instrumental parts in the mix, showing off the band’s versatility once more. All in all, ‘Better Tell The Truth’ shows Who’s Panda’s remarkable talent in songwriting as well as in creating a dense atmosphere within their songs. This pleasantly coherent record is certain to please music fans of all ages.

‘Better Tell The Truth’ is out on October 24th.

Upcoming single release: LSA – Can’t Be Trusted

LSAREDThere haven’t been many bands that have given me hope for the future of guitar music recently. So in this time of drought it’s my especially great pleasure to introduce you to LSA. This London band have both great melodies to sing along to at the top of your lungs and guitar riffs that make you wanna shake your hair among a sweaty crowd. Their new single ‘Can’t be trusted’, out September 1, is clearly their strongest song to date, with an amazing suspense curve and a brilliant video on top. Its predecessor, double A-side ‘More or less equal/No good man” is also a highly recommended listening, all songs capturing a certain essence of being in your twenties and not really settled in life yet – and all without dabbling in nostalgia and instead facing forward with a sort of defiant determination.

Having only been around since 2013, LSA haven’t announced an album yet, but after their upcoming UK tour we hope they will also hit Europe for some live dates soon. I was lucky enough to catch one of their earliest gigs during a trip to England, not knowing a single song at the time, but having listened to the material they’ve put out since countless times, I’m more than just a little impatient to finally see them live again. That said I recommend you watch their stylish video for ‘Can’t be trusted’ and have a little dance party in your room!

Update: You can now also check out the b-side to ‘Can’t be trusted’, ‘Here comes the water’, on Soundcloud – it’s well worth listening as well!

Discovered: The Blue Angel Lounge


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After moving to and recording in Berlin their third album A Sea of Trees has just been released. The Blue Angel Lounge’s inspirations depend to a large extent on the work of The Velvet Underground. Nils Ottensmeyer’s distinctive, powerful voice is often described as ‘nico’esque’ – how fitting, as they take their name from the club in New York where Nico did her first live performances.

Since the foundation in 2006 in Hohenlimburg, Western Germany, the band quickly developed their dark psychedelic sound and collected a wide range of experiences, including a US support tour for The Brian Jonestown Massacre and festivals such as Austin Psych Fest, Roskilde and Reeperbahn Festival in Hamburg. After the international breakthrough in the UK, US and France, now even Germany actually realizes the potential of their musical masterpieces. The band’s new album contains  elegic, spherical carpets of sounds and rhythmic monotony that casts a spell on the listener. Combinations of guitar lines with harmonium tunes are carried through whole the work.

Eleven pieces of mystical preachings by sermonizer Ottensmeyer are embedded in a cloud of instrumental experiences and driven by a constant rhythm that stops in time to continue the walk through another world, a world that seems unexplored. The Blue Angel Lounge know the ropes, how to guide dark trips along a small ridge that splits abyss and ecstasy. For the song ‘Mutter’ the language switches to German. The lyrics deal with big sorrows rooted in the past and connect the origin with the present and future. ‘Walls’ continues with the topic, treating the difficulty of looking through walls consisting of illusionary safety. But these are just my assumptions. The songs are written in a way everybody is able to rediscover and feel themselves in it. A Sea of Trees picks you up from where you’re situated and takes you on a journey into the unknown.

 

 

Tour ’14

05.07. Paris – Psych Fest (FR)

11.10. Chemnitz – Weltecho (DE)

12.10. Berlin – Comet Club (DE)

15.10. Wiesbaden – Schlachthof (DE)

17.10. Hannover – Café Glocksee (DE)

18.10. Hamburg – Kleiner Donner (DE)

 

Websites

http://blueangellounge.com/

https://facebook.com/blueangellounge

http://theblueangellounge.bandcamp.com/

 

Discovered: The Preatures

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The british Guardian has already catapulted The Preatures to the status of New Band Of The Year 2013. Their debut single Is This How You Feel quickly became a radio-runner in their home country Australia and won the first price in a renowned local songwriter competition. In the meantime the quintet fronted by Isabella Manfredi launched an international music career. Their special indie-pop sound includes parts of 70s disco funk along with very danceable rock’n’roll ingredients. The most protruding feature of their music is the energetic voice of natural stage beauty Manfredi. Having heated up lots of festivals the last months, the newcomers from Down Under will present us their first album on 24 February in Hamburg. You can expect a lot!

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Homepage | Facebook

Tourdates:

17/2 ENGLAND / LONDON at Water Rats
18/2 SCOTLAND / GLASGOW at King Tuts
19/2 ENGLAND / NOTTINGHAM at BODEGA
22/2 GERMANY / BERLIN at Lido
23/2 HOLLAND / AMSTERDAM at Paradiso
24/2 GERMANY / HAMBURG at Prinzenbar
25/2 FRANCE / PARIS at Boule Noir
28/2 ENGLAND / MANCHESTER at Night and Day Cafe
2/3 ENGLAND / SHEFFIELD at Plug
3/3 ENGLAND / LEEDS at Brudenell Social Club