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Neues Album: Bosco Rogers

Passend zum lang ersehnten Sommereinbruch ist es endlich da: das noch länger ersehnte erste Album Post Exotic des anglofranzösischen Duos Bosco Rogers. Und – quelle surprise – es ist natürlich eins der Debütalben des Jahres.

Schon auf den beiden EPs Googoo (2014) und French Kiss (2015) schafften es die beiden Bandmitglieder Barthélémy ‘Barth’ Corbelet und Delphinius ‘Del’ Vargas (ja, die heißen wirklich so), zwischen verträumter 60er-Psychedelia, Garage-Geknarze und süchtigmachenden Popmelodien etwas gleichermaßen Altbekanntes und doch zu keiner Sekunde Langweiliges zu kreieren. Von den insgesamt acht bärenstarken Songs der beiden EPs hat man die schnoddrigen Googoo und In Stereo, das melodieverliebte French Kiss, mit dem die Band mich damals augenblicklich überzeugte, den 700k-Spotify-Plays-Hit The Middle mit seinem markanten Gepfeife und den 1:40-Minuten-Reißer Buttercup mit aufs Album rübergenommen. Außerdem mit am Start ist die aktuelle Single True Romance, ein zukünftiger Nr. 1-Hit aus der Retorte, den man mit seinem tausendmal so oder so ähnlich gehörten Refrain (We wanna love / We wanna dance …) wohl entweder lieben oder hassen muss. Viel mehr sagt mir dagegen Drinking For Two mit seinen Beach-Boys-Reminiszenzen zu. Insgesamt bleibt die Qualität das Album über durchgehend hoch; Bosco Rogers variieren ihren Sound genug, um abwechslungsreich zu bleiben, ohne dabei ihren Wiedererkennungswert zu verlieren. Was ihnen außerdem geling, ist eine kohärente Stimmung zu schaffen, wie ein heißer Sommertag, den man halb dösend in einem verdunkelten Zimmer verbringt. Aber nicht ohne zwischendurch zum Feiern rauszugehen.

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